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Blogcast - komischer Trend oder Wegweiser für die Zukunft?

In diesem Artikel habe ich bereits über das Medium Blog und meine neue 

Leidenschaft des Schreibens berichtet.

Dort habe ich Dir auch erzählt, dass ich mir über die genauen Inhalte - v.a. im Bezug auf meinen Fotografie Podcast - zur Zeit noch nicht im Klaren bin.

Bei der weiteren Recherche um die Thematik ist mir der Begriff des Blogcast immer wieder in's Auge gesprungen. Aber was genau ist das? Ist dieses besondere Format auch in Zukunft spannend? Und könnte es vielleicht auch für mich interessant sein?

Blogcast - Ein Schachtelwort, wie es im buche steht

Das Wort Blogcast kommt aus dem Englischen und ist ein sog. Schachtelwort.

Ein Schachtelwort verbindet zwei verschiedene Begriffe, wodurch ein dritter und neuer Begriff entsteht.

Aus Blog (zur Erklärung siehe hier) und Podcast (engl.: Art ständig abrufbarer Radiosendung im Internet) wird somit Blogcast. Besonders lustig hierbei ist, dass beide Ursprungswörter bereits selbst Schachtelwörter sind. Verrückt irgendwie, oder?

Doch die tolle Idee einer Wortneuschöpfung steht natürlich lediglich an zweiter Stelle. Sie ist vielmehr die Konsequenz einer bereits stattfindenden Verbindung beider Begriffe in der Realität

Aber was bedeutet das nun in unserem Fall?

Durch einen sog. "Blogcast" werden zwei verschiedene Medien miteinander verbunden
Durch einen sog. "Blogcast" werden zwei verschiedene Medien miteinander verbunden

Die Nutzung mehrerer Kanäle

Beim Blogcast werden die gleichen Inhalte sowohl in der Form eines Blogs als auch Podcasts präsentiert.

Durch das Nutzen beider Kanäle können nicht nur verschiedene Zielgruppen erreicht werden. Darüber hinaus kann hierbei durch das mehrfache Verwenden des, einmal in der Grundform erstellten, Inhalts unheimlich viel Zeit und Energie gespart werden. Dies ist gerade für kleinere Unternehmen ohne komplette Marketingabteilung oder Selbstständige eine enorme Entlastung. Eigentlich eine tolle Sache, oder?

Egal, um welches Medium es sich handelt: Die Zielgruppe ist immer ein determinierender Faktor bei der Gestaltung
Egal, um welches Medium es sich handelt: Die Zielgruppe ist immer ein determinierender Faktor bei der Gestaltung

der Faktor "Zielgruppe"

Blog und Podcasts sind zwei völlig unterschiedliche Medien. Dies gilt zwar auch für die Herangehensweise bei der Konzepterstellung und Produktion, aber hauptsächlich für die Art des Konsums durch den Leser oder Hörer.

Während hierbei auf Blogs die Inhalte per se relativ sachlich und ordentlich ausformuliert dargestellt sind, lieben viele Podcast-Hörer ausschweifende Monologe oder angeregte Gespräche.

Bildet der Inhalt des Blogs nun die starre Grundlage des Podcasts und wird ggf. lediglich abgelesen, könnte dies potentielle Hörer schnell abschrecken. Dient die Nutzung mehrerer Kanäle jedoch im Kern der Schaffung von Barrierefreiheit, könnte auch ein abgelesener Text der Zielgruppe bereits erheblichen Nutzen bringen.

Meine Idee: Die gemeinsame Substanznutzung

Auch wenn sich der bereitgestellte Content (engl: Inhalt) je nach Kanal in der Form stark unterscheidet, können die Kerninformationen trotzdem überall verwendet werden. Möchte der Content-Creator (Creator =  Ersteller) z.B. über eine neu erschienene Kamera berichten, können sowohl die durchgeführte Testung des Geräts als auch die recherchierten Hintergrundundinformationen als Grundlage für alle Kanäle genutzt werden. 
Trotzdem sollte bei jedem Medium die spezifischen Aspekte und die Erwartung der Zielgruppe berücksichtigt werden. Dieser Mehraufwand lohnt sich meiner Meinung nach aber definitiv.
Eine erstellte Grundlage an Informationen kann gleich für mehrere Medienkanäle genutzt werden
Eine erstellte Grundlage an Informationen kann gleich für mehrere Medienkanäle genutzt werden

Was bedeutet das nun für mich?

Meine Podcastfolgen sind normalerweise 30-60 Minuten lang, Interviews und Sonderfolgen einmal ausgenommen. Ich liebe es einfach, in das Mikforon zu sprechen. Und wenn ich einmal im Flow bin, kann mich nur wenig aufhalten :)

Mit dem Schreiben verhält es sich mittlerweile anders. Früher bevorzugte ich auch hier ausschweifende Satzbildungen und blumige Ausdrücke. Durch meinen Beruf als Offizier bei der Bundeswehr lernte ich allerdings, mich deutlich kürzer, einfacher und prägnanter auszudrücken. Eine Fertigkeit, für deren Aneignung ich unheimlich dankbar bin und die ich definitiv nicht mehr missen möchte.

So könnte ich mir vorstellen, in Zukunft den Inhalt mehrerer Blogartikel zu einer frei gesprochenen Podcastfolge zusammen zu fassen. Die Texte müssten somit nur noch zu Sprechnotizen eingekürzt werden. 

Auch wäre es eine Möglichkeit, aus bereits produzierten Podcastfolgen einzelne Aspekte als Grundlage für einen Blogartikel heraus zu ziehen. 

Gemeinsame Substanznutzung eben. Was ein Ausdruck, der mir da in den Sinn gekommen ist :)

Willst Du mit dabei sein?

Es würde mir auf jeden Fall unheimlich viel Freude bringen, wenn Du mich auf meinem weiteren Weg begleitest. Sei es als Podcasthörer, als Blogleser oder im besten Fall natürlich beides.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag und hoffentlich bis bald, Dein Ben :)

Jetzt bist Du gefragt!

Was sind Deine Gedanken zum Thema Blogcast? Hast Du den Begriff bereits schon gekannt? Wie sollten sich für Dich eine Podcastfolge bzw. ein Blogbeitrag unterscheiden? Und was hälst Du von der Idee der Gemeinsamen Substanznutzung?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, ich bin gespannt auf Deine Meinung!

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